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Auf den Spuren von gebranntem Kirsch-Wasser

13.09.2017    

Das kühle und nasse Ausflugswetter hielt die Gelterkinder HEV-Mitglieder nicht von einer Fahrt in die Innerschweiz ab – zu einer Führung mit Degustation in der «Dettling-Kirschwelt» in Brunnen.

Spätsommerausflug des HEV Gelterkinden und Umgebung:

Bei ungewohnt kühlem Regenwetter – die Reisen in den letzten Jahren fanden immer bei Sonnenschein pur und hochsommerlichen Temperaturen statt – starteten Ende August um die Mittagszeit rund 100 Mitglieder des HEV Gelterkinden und Umgebung zum ebenso traditionellen wie auch gleichermassen beliebten Vereinsausflug.

Baselbieter oder Innerschweizer?
Im Zentrum der diesjährigen Ausfahrt der gut gelaunten Reisegesellschaft standen die Urschweiz und ein nicht minder uriges Produkt: der Kirsch. Ganz klar, dass dies für die Baselbieter Reisegesellschaft eine mindestens ebenso spannende wie auch angespannte Angelegenheit war – dies aber auch für die Gastgeber in der bereits 1867 gegründeten Brennerei Dettling bzw. der heutigen Dettling-Kirschwelt in Brunnen. Denn welcher Kirsch ist nun der bessere? Der aus dem Baselbiet, derjenige aus Zug oder gar jener aus dem Kanton Schwyz?

In der Dettling-Kirschwelt
Nach knapp 90 Minuten entspannter Fahrt in den bequemen Sägesser-Reisebussen traf man bei der «Dettling-Kirschwelt» ein und staunte schon bei der Ankunft ein erstes Mal. Wohl die wenigsten der Baselbieter Gäste hatten schon jemals ein Betriebsgebäude gesehen, welches unmittelbar unter einer Eisenbahnlinie liegt – und dies erst noch direkt unter der Gotthard-Route. Aufgeteilt auf drei Gruppen startete die HEV-Reisegesellschaft sodann zur geführten Betriebsbesichtigung der Dettling Kirschwelt. Beeindruckt erlebte man die Geschichte (schwarzer Raum), die Produktionsübersicht (roter Raum), den Fengshui-Raum (die vier Jahreszeiten), den Raum des Jahrgangskirsches, die Brennerei, den Maischekeller und das Holzfasslager im Felsenkeller. Während der rund einstündigen Führung wurden Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken zum Erlebnis. Es war enorm Interessantes über die Geschichte der Kirschbrennerei zu hören, auch über die verschiedenen Kirschensorten und deren Herkunft und natürlich über die Verarbeitung der Früchte zu den delikaten und nicht nur in der Schweiz beliebten Kirschbränden.

Schweizer Kirsch: Weltklasse
Manch einer staunte über die Produktevielfalt, die teilweise raren Jahrgangsbränden und die damit verbundenen Preisklassen. Schweizer Edelkirsch nimmt es hier mit anderen berühmten gebrannten Wassern aus der ganzen Welt locker auf. Nicht weniger erstaunte die Antwort auf die Frage, welcher Anteil an gebranntem Kirschwasser von den Konsumentinnen und Konsumenten schliesslich und endlich gar nicht getrunken, sondern vielmehr «gegessen» wird: in Form von Kirschtorte, Läckerli, Fondue usw. Das ist nämlich nicht weniger als ein Drittel der gesamten Produktion. Die Gelterkinder aber wandten sich im Rahmen einer kleinen Degus­tation einem Apéro der anderen Form des Geniessens zu und liessen die gebrannten Edelwasser durch Gaumen und Kehlen rinnen. Nach diesem praktischen Vergleich war dann allen klar: Der beste Kirsch ist für jeden immer derjenige, der ihm persönlich eben am besten schmeckt.

Ausklang am Sempachersee
Nach so getaner «Arbeit» nahm die Reisegesellschaft wieder Platz in den Bus-Sesseln und liess sich – vorbei an Lauerzer- und Vierwaldstättersee sowie an verschiedenen Freitagabend-Staus auf der Autobahn(!) – zum Restaurant Vogelsang an den Hängen des Sempachersees chauffieren. Dort stärkten sich die Gelterkinder Hauseigentümer an einem währschaften Zvieri/Znacht, bevor sie sich mit ihrem an Erlebnissen und Informationen gut gefüllten «Rucksack» auf die Rückreise in die heimatlichen Gefilde begaben. HEV Gelterkinden u.U.